Das erweiterte Tomatenhaus

Rechtzeitig vor Sommerbeginn wurde das Tomatenhaus im BOKU Gemeinschaftsgarten vergrößert. Nach getaner Planung haben sich fleißige GärtnerInnen an die Arbeit gemacht um zusätzlichen Platz für Tomaten, Paprika und Basilikum zu schaffen, nachdem in diesem Jahr wieder viele neue motivierte Studentinnen und Studenten im Gemeinschaftsgarten dabei sind. Das schon existierende Tomatenhaus wurde um ein Segment von etwa 3m x 4m erweitert. Dabei wurde zunächst das Holzkonstrukt gebaut. Bei dieser Gelegenheit wurde die in die Jahre gekommene Folie des Tomatenhauses komplett getauscht. An dieser Stelle ein Dank an die ÖH Boku für die finanzielle Unterstützung! Dämme und Bewässerungsgräben wurden angelegt und letztlich auch Drähte gespannt um das Hochbinden der Pflanzen zu erleichtern.

Die wärmeliebenden Pflanzen wurden bereits fleißig gesetzt und sind nun vor Wind und Wetter geschützt und genießen die warmen Sonnenstrahlen. So können sie prächtig gedeihen und wir freuen uns auf reichlich schmackhafte Paradeiser, Melanzani und mehr…

Das Ergebnis des gemeinsamen Werkelns kann sich sehen lassen und bereits schon schmecken lassen, denn es ist Erntezeit…

 

Gartenfest

Am 1. Juli fand bei strahlendem Sonnenschein unser Gartenfest im BOKU-Gemeinschaftsgarten in Jedlersdorf statt! Dazu ein poetischer Beitrag von Daniela:

Das Gartenfest

Wir feiern unsren Garten heut,
für uns Studenten eine Freud.
Denn wer was sät und jätet und schafft,
mit Liebe, Wissen, Fleiß und Kraft,
der soll auch Ruhe geben können,
und sich Pausen zum Feiern gönnen.
Der Garten, er ist unsre Oase,
hat man mal voll von der Stadt die Nase,
dann fährt man raus und sammelt Schnecken,
hat Spaß dabei, seine Hände in den Dreck zu stecken.
Unser Garten ist nicht perfekt und doch sehr fein,
er soll ökologisch und vielfältig sein!
Das Wissen vom Hörsaal selbst auszuprobiern,
und die beruhigende Wirkung des Gärtnerns am eigenen Leibe spürn.
Ökologische Zusammenhänge selbst entdecken,
um dann auch die Lust und Neugier bei andren zu wecken.
Der Boden, lebendig und nährstoffreich,
ein Traum unser Garten in diesem Bereich.
Auch Insekten und Spinnen findet man sehr viele hier,
und nebenbei so manches noch nie zuvor gesehene Tier.
Manche Studenten wollen nicht nur im Hörsaal sitzen,
sie wollen was schaffen, puddeln und schwitzen.
Die Belohnung dafür, man kanns schon erraten,
die Erntezeit und das schöne Fest im Garten.
Ein herrliches Buffet mit selbstgemachtem Essen,
auch aufs Grillen wird nicht vergessen.
So feiern wir bei Speis und Trank.
Der schönen Natur einen herzlichen Dank!
Und auch für den Garten gibt’s wohl nichts Bessres auf Erden,
als von Studenten mit Liebe gepflegt zu werden.
Er ist ein wunderbarer Ort,
ist man mal dort, man will nicht mehr fort.
Der Garten macht viel Sinn und Freud,
deshalb feierten wir ihn heut!

Die Kirschen sind reif!

77 stolze Kirschbäume zählt unser BOKU-Gemeinschaftsgarten. Verteilt auf vier Reihen erstrecken sich die Bäume von riesig bis winzig. Dieses Jahr tragen 65 Bäume superleckere und saftige Kirschen. Das ist mit einiger Arbeit verbunden, aber auch lehrreich und vor allem mit viel Genuss verbunden. Die Ernte beginnt bereits und wird sich noch in den Juli ziehen. Schon jetzt haben wir die Qual der Wahl… Was tun wir mit so vielen Kirschen?

Kirschblüten

Foto: Hannes Hofer

reife Kirschen am Baum

Foto: Philomena Wimmer

Rezeptideen für die Kirschenzeit

Kirschblechkuchen

200g Butter
200g Staubzucker
200g Mehl
40g Maizena
5 Eier
1 Pkg. Vanillezucker
400g Kirschen

Backrohr auf 180 Grad Celsius Heißluft vorheizen, Blech mit Butter ausschmieren und mit Mehl überziehen. Masse 1: Das getrennte Eiklar zu Schnee schlagen und mit halber Menge Staubzucker mixen. Masse 2: Den Dotter mit Butter, Vanillezucker und restlichem Staubzucker verrühren. Masse 3: Danach Mehl und Maizena miteinander versieben, um Löcher im Kuchen zu vermeiden. Masse 1 und 3 abwechselnd unter Masse 1 heben, bis eine einheitliche Teigmasse entsteht. Die Teigmasse gleichmäßig auf das Backblech streichen und die vorbereiteten Kirschhälften darauf verteilen. Die Backzeit beträgt ca. 15-20 Minuten.

Quelle: http://www.ichkoche.at/kirschkuchen-rezept-9476

Kirschenmarmelade

500g Gelierzucker
300ml Johannisbeernektar
1 Bio-Orange
1,5kg Kirschen
1 Zimtstange
Nelken

Die Kirschen waschen, die schlechten Früchte aussortieren und die guten entsteinen. Dann die Orange waschen und die Schale abreiben. Danach die Orange halbieren und den Saft auspressen. Im Orangensaft die Kirschen, den Orangenabrieb, den Zucker, die Nelken, und die Zimstange vermischen und für drei Stunden in den Kühlschrank. Nach erneutem Durchrühren für 5 Minuten köcheln lassen und anschließend die Zimtstange und Nelken entfernen. Zuletzt die Marmelade in Einmachgläser füllen und genießen!

Quelle: http://www.gutekueche.at/suesskirschmarmelade-rezept-14061

Achtung! Die Kirschkerne lassen sich auch verwerten. Zum Beispiel für individuelle Kirschkernkissen.

 

Gartenpräsentation 2015

Die Tage werden wieder länger und die stärker werdenden Sonnenstrahlen lassen es erahnen: Der Winter neigt sich langsam dem Ende zu und die neue Gartensaison steht vor der Tür!

Daher laden wir auch heuer wieder alle Interessierten herzlich zur Präsentation des BOKU-Gemeinschaftsgartens ein:

AKTUALISIERT: Die Präsentation des BOKU-Gemeinschaftsgarten findet am 9.3.2015 um 19:00 Uhr im Hörsaal H2.24 (AQWU-02/H2.24) statt!

Alle die neben dem Studium gerne mitgarteln möchten sind herzlich eingeladen!

Einladung Gartenpräsentation 2015

 

Ausgezeichnet!

Vom Start an weg sollte der BOKU-Gemeinschaftsgarten mehr sein als ein reiner Nutzgarten. Speziell als studentische Initiative der Universität für Bodenkultur war es uns wichtig, einen interdisziplinären Raum des Lehren und Lernen zu schaffen, bei dem umweltfreundliches und nachhaltiges Gärtnern ein wesentliches Kernelemente darstellt. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit der Plakette „Naturnahe Grünoase“ ausgezeichnet wurden.

Unter dem Motto „Mehr Ökologie und Nachhaltigkeit auf urbanen Grünflächen“ werden in Wien seit 2008 unter anderem Gärten und Kleingärten prämiert, die einen Beitrag zur Lebensqualität und Artenvielfalt in der Stadt leisten. Hierzu schreibt die für die Auszeichnung zuständige Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22): „Grünflächen in der Stadt sind für das Wohlbefinden der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner sehr wichtig. Sie dienen der Erholung und Entspannung. Pflanzen und Bäume filtern Staub aus der Luft, binden Kohlendioxid, setzen Sauerstoff frei und wirken durch die Verdunstung über die Blätter ausgleichend auf das Stadtklima.“ Wir sind stolz darauf, hier einen Beitrag leisten zu können.

Ohne die Unterstützung von diversen Stellen und den persönlichen Einsatz vieler Personen wäre dies nicht möglich gewesen. Spezieller Dank gebührt dem Rektorat für die vielfältige Förderung und der Österreichischen HochschülerInnenschaft für die Inkorporation.

Gnau wird’s gmacht, ungenau wird’s von allene

Oder: Wir bauen uns eine Gartenhütte – Teil 1

Ein Garten ohne Gartenhaus? Geht gar nicht. Schließlich braucht es einen trockenen Platz für Rasenmäher, Heckenschere und Spaten – und allem anderen, was bei der Gartenpflege zusammen kommt. Und da wir mit dem Gedanken nicht allein sind, haben wir zum Start des BOKU-Gemeinschaftsgartens als ÖH-Projekt ein Häusle geschenkt bekommen. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei Ass.Prof. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Sabine Plenk für die großzügige Spende bedanken. Bei der Hütte handelt es sich wahrlich um ein Stück Spitzenarchitektur im Kleinformat – von Studenten in den 90er Jahren in einem PJ gefertigt -, die nun schon viel zu lange in Einzelteilen bei uns im Garten wetterfest gelagert wird. Doch umgehend errichten und einweihen war nicht möglich, denn schließlich befinden wir uns in Österreich und da unterliegt selbst eine kleine Gartenhütte den örtlichen Bauvorschriften. Seit Anfang Jänner liegt nun der positive Bescheid der Magistrats 37 vor und so kann es endlich losgehen mit dem Werkeln.

Ein schlechter Handwerker schimpft immer auf sein Werkzeug.

Unsere neue (alte) Gartenhütte braucht wahrlich nicht den Vergleich mit fertigen Bausätzen aus dem Baumarkt zu scheuen. Von der Bauweise her handelt es sich um eine Fachwerkkonstruktion mit Holzverbindungen und – als Highlight – einer Grünbedachung. Bei letzterem muss allerdings mit einem Mehrgewicht von rund 120kg/m² gerechnet werden und so wollen wir bei der Konstruktion des Unterbaus auf Nummer sicher gehen. Schließlich soll unser Gartenhäuschen auch Wiener Herbststürme überstehen und diese am Ende nicht nur ein Häufchen Holz übrig lassen. Letztendlich haben wir uns für ein betoniertes Punktfundament als Basis entschieden. Und gerade bei eben solchen Bauvorhaben zeigt sich der interdisziplinäre Charakter des BOKU-Gemeinschaftsgartens, bei dem jeder sein individuelles Wissen einbringt und die Gruppe davon profitieren kann. Betonieren ist sicherlich keine Hexerei, aber gescheit Betonieren erfordert Erfahrung und so waren wir alle sehr glücklich, einen kundigen „Polier“ in unserer Mitte zu wissen. So sind unsere Fundamente nun tief genug ausgehoben, um frostsicher zu sein, und der Beton verfügt über das richtige Mischverhältnis. Alles in allem haben wir nun ein in Beton gegossenen Traum von einem Fundament. Dies ist die Basis für unser Gartenhaus.

Wiener Kompost

Pflanzen brauchen Nährstoffe. Und genau um die ging es uns, als wir Samstag früh mit dem weißen Pick-Up beim Mistplatz in Grinzing vorgefahren sind. Schaufel für Schaufel wurde die Ladefläche mit Wiener Kompost gefüllt. Schaufel für Schaufel für eine reiche Ernte, denn der richtige Einsatz von Kompost verbessert den Humusgehalt des Bodens. Damit macht Kompost nicht nur den Einsatz chemischer Düngemittel in unserem Garten überflüssig, sondern verbessert darüber hinaus maßgeblich die Bodenqualität. Natürlich ist der Kompost Marke „Eigenproduktion“ der beste Weg, um den Stoffkreislauf im Garten aufrecht zu erhalten. Doch leider ist unser Kompost aus dem vorletzten Jahr noch nicht soweit gediehen, um ausgebracht zu werden, weswegen wir heuer noch verstärkt auf den Wiener Kompost angewiesen sind. Kein Problem, wenn man sich die Schaufelarbeit unter vielen SchauflerInnen aufteilen kann. Und das Feierabendbier schmeckt danach auch gleich doppelt so gut.